Contact Improvisation
wurde erfunden oder entwickelt von einer Gruppe von Tänzern in den frühen 1970er Jahren in New York, unter ihnen Steve Paxton, Nancy Stark Smith, Daniel Lepkoff u.a..
Paxton, ein früheres Mitglied von Merce Cunninghams
Ensemble und ein Mitglied des Grand Union Improvisations Collective, organisierte die ersten Performances
(u. a. 1972 „Magnesium“) und leitete die Entwicklungen.
Im selben Jahr entstanden die ersten Jamsessions
, kurz Jam genannt. Von Anfang an war Contact Improvisation ein soziales Phänomen, Menschen trafen sich in Turnsälen und Parks, um in Jam Sessions neue Tanzformen auszuprobieren und zu entdecken.
In den Folgejahren wuchs das Interesse an dieser Tanzform dramatisch: Seit 1972 begannen Tanzcompagnien
überall in den USA Konzepte der Contact Improvisation in ihre Arbeit zu integrieren und seit 1975 existiert das internationale Magazin Contact Quarterly.
Jam
ist ein Tanzformat, in dem sich Menschen frei, ohne Anleitung zum tanzen und forschen treffen.
Für ein gutes Miteinander sind uns folgende Regeln wichtig:
Jam-Vereinbarungen – Schön, dass du da bist!
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Alle Teilnehmenden achten auf ihre eigene Sicherheit und auf die ihrer Tanzpartner*innen.
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Tanze mit offenen Augen und nimm deine Umgebung wahr, damit du gut auf das Geschehen auf der Tanzfläche reagieren kannst.
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Halte die Arme oder Beine deines/deiner Tanzpartner*in nicht fest – sie dienen als „Landegestell“ und sind wichtig für die Sicherheit.
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Ein Tanz kann jederzeit begonnen und auch ohne Begründung beendet werden.
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Bewegungsimpulse sind Einladungen. Es ist immer frei, ihnen zu folgen oder nicht.
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Grenzen werden oft nonverbal kommuniziert. Es ist aber jederzeit möglich, klar und laut „Nein“ zu sagen. Ein „Nein“ ist nicht verhandelbar und muss nicht erklärt werden.
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Liegen, Ausruhen oder „Parken“ bitte nur am Rand der Tanzfläche.
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Trage bequeme Kleidung und lege Schmuck ab, der sich in Kleidung oder Haaren verfangen könnte.
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Die Jam ist ein geschützter Raum für Tanz. Berührungen mit dem Ziel sexueller Annäherung (auch Kuscheln, Streicheln oder längere Gespräche) gehören nicht zu CI.
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Du bist herzlich eingeladen, Tänze achtsam zu beobachten – Zuschauen ist willkommen.
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Ein erklingendes Zimbelgeräusch lädt zu mehr Präsenz und Fokus im Raum ein.
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Fotografieren und Filmen sind nur mit Zustimmung der Tänzer*innen sowie der Raumverantwortlichen erlaubt.
Wende dich gerne an den Host/die Hostin, wenn du Fragen hast oder dich unwohl fühlst. Wir empfehlen, vor der Teilnahme an der Jam mindestens einen Anfänger*Innen-Workshop zu besuchen.
Haftung:
Haftungsausschluss & Eigenverantwortung. Die Teilnahme erfolgt freiwillig und auf eigene Gefahr. Der Organisator stellt ausschließlich die Räumlichkeiten zur Verfügung und übernimmt keine Aufsicht oder Anleitung. Jeder Teilnehmer ist für sein Verhalten sowie für verursachte Schäden selbst verantwortlich. Eine Haftung des Organisators für Personen- oder Sachschäden ist ausgeschlossen, außer bei vorsätzlichem oder grob fahrlässigem